Luzides Träumen

Luzides Träumen, das auch als Klarträumen bezeichnet wird, ist eine sehr gute Methode, um mit einem geliebten Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. Gerade in der sogenannten Twilight-Phase – der Übergangsstufe zwischen Schlaf und Wachzustand – ist das menschliche Bewusstsein besonders empfänglich für Nachtodkontakte. In einem luziden Traum weiß der Träumende, dass er träumt und verfügt über eine gewisse Kontrolle, denn er kann die Trauminhalte lenken. Bemerkenswert ist auch, dass Kontakte in Klarträumen nicht als diffus, sondern als real empfunden werden. Einige Betroffene berichten von langen und ausführlichen Gesprächen, die sie mit einem Verstorbenen geführt haben.

Schon seit vielen Jahren ist die Menschheit mit luziden Träumen vertraut. Bereits bei Aristoteles in der Antike finden sich eindeutige Hinweise, die auf luzides Träumen verweisen. Im Schamanismus oder Buddhismus werden Klarträume häufig in der Meditation eingesetzt.

So ist das Traumyoga eine erweiterte Form der Meditation. Es wird hierbei geistige Klarheit in unbewussten Phasen angestrebt.
Anders in der westlichen Welt. Hier begann man erst vor ca. 150 Jahren sich intensiv mit luziden Träumen auseinanderzusetzen. Zu dieser Zeit setzte sich der französische Sinologe und Traumforscher Marie Jean Léon le Coq mit seinen Träumen intensiv auseinander und beschreibt die Fähigkeit, die Inhalte derselben bewusst zu steuern.

Auch in Sigmund Freuds Auseinandersetzung mit Träumen spielen Klarträume eine Rolle. Es folgten weitere Publikationen zahlreicher Wissenschaftler und Philosophen. Doch erst 1968 setzte Celia Greens mir ihrer Veröffentlichung „Lucid Dreams“, der zu diesem Zeitpunkt umfassendsten Studie zum Thema „Klarträume“, neue Zeichen. Es vergingen einige weitere Jahre bis es Stephen LaBerge gelang, durch systematische Versuche die Existenz von luziden Träumen anhand von Messungen und Augenbewegungen der Träumenden zu belegen.

Luzides Träumen erlernen

Jeder, der anstrebt im „Schlaf“ Kontakt mit einem geliebten Verstorbenen aufzunehmen, kann luzides Träumen oder auch Klarträumen erlernen. Auch Ihnen ist es durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Methodik möglich, im Schlaf einen Jenseitskontakt herzustellen. Natürlich wird ein wenig Übung benötigt, doch wenn Sie sich an die folgenden Ausführungen halten, werden Sie in den meisten Fällen schon bald die Fähigkeit haben, sich in einem Klartraum mit einem Verstorbenen zu unterhalten.

Die REM Phase

Klarträume treten nachweislich vor allem in den sogenannten REM Phasen (Rapid Eye Movement Phasen) des Schlafes auf. Bei Erwachsenen nehmen die REM Phasen rund 25% der Schlafzeit ein. Die REM Phasen finden dabei weniger zu Beginn des Schlafes statt. Stattdessen nimmt gegen Ende der Nacht sowohl die Ausdehnung als auch die Frequenz der Phasen zu. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Klartraum im letzten Drittel des Schlafes besonders groß ist.

Führen eines Traumtagebuches

Wollen Sie die Kunst des luziden Träumens erlernen, sollten Sie gerade im Anfangsstadium des Lernprozesses damit beginnen, ein Traumtagebuch zu führen. Zu diesem Zweck sollten Sie sich ein optisch ansprechendes Notizbuch besorgen, das schon vom Erscheinungsbild her signalisiert, dass es sich hierbei um etwas Besonderes handelt. Diese Tatsache wird sich im Unterbewusstsein verankern und den Erinnerungsprozess erleichtern. Im Traumtagebuch sollte zumindest ein Traum der vergangenen Nacht schriftlich festgehalten werden. Auf diese Weise wird das Erinnerungsvermögen an Träume geschult, denn ein luzider Traum macht nur Sinn, wenn Sie sich daran auch deutlich erinnern.
Es kann auch hilfreich sein, den Traum umgehend zu notieren, wenn Sie zufällig in der Nacht aufwachen. Das Tagebuch sollte griffbereit samt Stift neben dem Bett positioniert werden.
Sie sollten sich nun jede Nacht vor dem zu Bett gehen bewusst machen, dass Sie sich an die Träume der vergangenen Nacht erinnern möchten und mit diesem Vorhaben einschlafen. Sofort nach dem Aufwachen müssen der Traum oder auch die Träume niedergeschrieben werden, da ansonsten die Gefahr groß ist, dass der Trauminhalt vergessen wird. Wichtig ist dabei nicht nur die Traumhandlung, sondern sämtlich Details wie Gerüche, Empfindungen und Eindrücke festzuhalten.

Realitätschecks

Wollen Sie luzide Träume bewusst erleben, ist es wichtig zu lernen, die Realität von einem Traum zu unterscheiden, denn ein Traum ist auf seine Art genauso real wie das normale Leben. Menschen, die sich gar nicht oder kaum mit Träumen auseinandersetzen, leben in der absoluten Selbstverständlichkeit, sich grundsätzlich in einem Wachzustand zu befinden. Genau diese Selbstverständlichkeit wird in der Regel beim Träumen übernommen.
Zum Erleben von Klarträumen ist die Entwicklung eines kritischen Bewusstseins fundamental. Im Klartext heiß das: Sie müssen sowohl im Wachzustand als im Traumzustand eindeutig unterscheiden können, in welchem Zustand Sie sich gerade befinden. Trainieren Sie im Wachleben das kritische Bewusstsein, wird dies in den Träumen übernommen und ermöglicht die Erkenntnis, einen Traumzustand eindeutig als solchen zu identifizieren. Die bewusste Erkenntnis, sich in einem Traumzustand zu befinden verwandelt reguläre Träume in Klarträume.
Um ein kritische Bewusstsein zu entwickeln, sind verschiedene Methoden empfehlenswert. Am besten ist hierfür der sogenannte Realitätscheck geeignet.

Träumen Sie tatsächlich, wird Ihnen durch den Realitätscheck klar, dass Sie wirklich träumen. Wichtig ist es, die unten genannten Checks auch im realen Leben so oft wie möglich durchzuführen. Die Vorgehensweise prägt sich ins Unterbewusstsein ein und wird automatisch auch während des Träumens vollzogen.

Körper: Betrachten Sie Ihre Hände. Haben sie eine normale Farbe? Verfügen sie über 5 Finger? Spüren Sie Berührungen auf der Haut?
Gegenstände
: Haben Sie die Fähigkeit durch Wände zu gehen?

Gedächtnis: Erinnern Sie sich, wie sie an den Ort gekommen sind, an dem Sie sich gerade befinden?

Uhr: Schauen Sie auf die Uhr. Zeigt sie eine sinnvolle Zeit an? Verändert sich die Zeit auf der Uhr zu schnell oder ist sie gar nicht lesbar?
Fliegen
: Können Sie fliegen, wenn Sie es sich ganz intensiv vorstellen?
Elektrik
: Funktionieren elektrische Geräte oder auch der Lichtschalter?
Lesen
: Lesen Sie einen Text mehrmals. Bleibt er immer gleich oder verändert er sich?

Besonders effektiv ist es, wenn Sie sich Realitätschecks zur Gewohnheit machen. So können Sie z.B. jedes Mal, wenn Sie auf die Uhr schauen, einen Realitätscheck durchführen. Schauen Sie dann im Traum zufällig auf die Uhr, wird automatisch ein Realitätscheck durchgeführt. Der Traum wird Ihnen bewusst Eine weitere Methode, die das kritische Bewusstsein schult und Klarträume ermöglicht, ist ein Notieren und Kategorisieren von sogenannten Traumsymbolen.
Sie sollten nach dem Aufwachen beim Aufschreiben in das Traumtagebuch jeden Traum auf Traumzeichen analysieren. Unter Traumzeichen versteht man Anzeichen, die deutlich machen, dass es sich um einen Traum gehandelt hat.
In den meisten Fällen sind dies Kleinigkeiten, die sich jedoch deutlich von der Realität abheben.
Der Experte auf dem Gebiet luzider Träume LaBerge gliedert die Traumzeichen in vier Kategorien:

Aktionen (Handlungen und Bewegungen wie z.B. Fliegen oder Atmen unter Wasser)

Innere Vorgänge wie Gedanken oder Gefühle, die man während des Traums empfunden hat, wie z.B. ein starkes Gefühl eines Realitätsverlustes

Formen, die von dem realen Erscheinen eines Objekts deutlich abweichenwie z.B. ein rundes Buch.

Kontext: Objekte oder Personen erscheinen völlig normal, doch stimmt etwas nicht, wie z.B. ein Schiff in der Wüste.

Jeder Traum ist auf die oben genannten Anzeichen hin zu analysieren. Die Erkenntnisse sollten im Traumtagebuch aufgeschrieben werden.
Schon nach kurzer Zeit wird Ihnen in Träumen bewusst werden, dass es sich um einen Traum handelt und nicht um einen Realzustand.
Wenden Sie die dargelegten Methoden über eine Weile stetig an, erreichen Sie den Punkt, an dem Sie im Traum das Bewusstsein erreichen. Ein luzider Traum stellt sich ein.

Haben Sie nun die Fähigkeit des luziden Träumens erlernt, ist es an der Zeit, mit dem geliebten Verstorbenen in Kontakt zu treten. Dabei sollten Sie vor dem Schlafengehen stark an den Verschiedenen denken. Erinnern Sie sich an gemeinsame schöne Erlebnisse, denken Sie an die schönen Momente und danken sie dem Verstorbenen von ganzem Herzen. Laden Sie ihn ein, Sie in Ihrem Traum zu besuchen.

Vielleicht klappt es nicht sofort, doch es gibt unzählige Berichte von Betroffenen, die erfolgreich in Klarträumen mit verstorbenen Angehörigen in Kontakt treten.
Leider kann man die verstorbenen, geliebten Menschen nur einladen, einen 100% Einfluss hat man nicht auf das Geschehen.

Erfahrungsberichte zeigen, dass eine Kontaktaufnahme über luzide Träume oftmals durch den tief empfundenen Schmerz des Hinterbliebenen verhindert wird. Die Verstorbenen wollen den Seelenschmerz offensichtlich nicht durch einen erneuten Kontakt grundlos verstärken.
Sinnvoll ist es, die Einladung jeden Abend vor dem Schlafengehen immer neu auszusprechen und zu hoffen, dass die Einladung eines Tages angenommen wird.
Luzides Träumen ist nur eine von zahlreichen Methoden, wie ein Kontakt zu Verstorbenen hergestellt werden kann. Ein weiteres populäres Verfahren ist die sogenannte Transkommunikation, die im Folgenden näher definiert wird und jedem Hinterbliebenen die Chance gibt, mit einem entschlafenen, geliebten Menschen in Verbindung zu treten.



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