Der Name Ouija setzt sich aus dem französischen Wort „oui“ und dem deutschen Wort „ja“ zusammen. Das Quijabrett ist außerdem unter dem Namen „Witchboard“ oder „Hexenbrett“ bekannt. Bei dem Quijabrett handelt es sich um ein Holzbrett, in das Zahlen und Buchstaben gebrannt werden. Natürlich gibt es auch günstige Varianten. Bei diesen sind Zahlen und Buchstaben aufgedruckt. Auch im Eigenbau können die Bretter hergestellt werden. In diesem Fall kann die Beschriftung mittels eines Stifts erfolgen. Die Formen variieren und reichen von herzförmig, rechteckig bis zu rund oder 5-eckig. Manche Bretter sind zudem mit Ornamenten oder Mustern geschmückt.
Die Aufschrift besteht aus den Zahlen 0-9, dem kompletten Alphabet und Feldern mit „JA“ und „NEIN“. Manche Witchboards beinhalten noch weitere spezielle Beschriftungen wie „DANKE“, „ENDE“ und „ICH GEHE“.
Ergänzt wird das Quijabrett durch ein kleines Holzteil, das Planchette genannt wird. Die Planchette hat zumeist die Form eines Halbkreises mit einer Spitze, in die ein rundes Loch gestanzt ist. Bei einer Sitzung, der sogenannten Séance, wird die Planchette mit der Fingerspitze des Zeigefingers über das Brett bewegt und zeigt Zahlen oder Buchstaben bzw. „JA“, „NEIN“ etc. an. Die Buchstaben ergeben eine sinnvolle und deutliche Botschaft.
Als Alternative zur Planchette kann auch ein umgestülptes Glas oder eine Espressotasse verwendet werden.

Die Geschichte des Ouijabretts

Gerade in Bezug auf das Ouijabrett gibt es keine Entstehungsgeschichte von der mit absoluter Sicherheit gesagt werden kann, dass es sich dabei um die zweifellose Urgeschichte des Boards handelt. Die meisten Quellen belegen, dass das Quijabrett 1892 von Elijah J. Bond entwickelt wurde. Bond patentierte seine Entwicklung und verkaufte sie weiter an William Field. Dieser wird heute noch als der Urvater des Quijabretts bezeichnet. Er gründete das Unternehmen „Southern Novelty Company“ in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland. Jahre später, nachdem das Brett unter dem Name Talking Board vermarktet worden war, wurde die Firma als „Talking Board Company“ bekannt.

Das Ouijabrett erlebte seine erste Hochphase in der Zeit um und nach dem ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) in den USA. Viele Menschen hatten in diesen Jahren sowohl durch den Krieg als auch durch die Grippepandemie (1918) viele Angehörige verloren. Die Hinterbliebenen hofften, durch das Ouijabrett Antworten zu erhalten, wie es ihren verstorbenen Liebsten im Jenseits ging. Oftmals wurde das Brett auch dazu verwendet, herauszufinden, ob durch den Krieg vermisste Personen tot waren. Man ging dabei davon aus, dass sich nur Tote melden konnten. Erhielt man keine Rückmeldung, ging man oftmals fälschlicherweise davon aus, dass die vermisste Person noch am Leben war. Ein trügerischer Glaube, der in vielen Fällen zu schlimmen Enttäuschungen führte.

Im Jahr 1966 verkaufte William Field das Patent an die „Parker Brothers Game Company“. Das Unternehmen sorgte dafür, dass das Talking Board eine erneute Hochphase in den 1970ger Jahren erlebte. Esoterik und Spiritismus erfreute sich in dieser Zeit einer steigenden Anhängerschaft und das Ouijabrett wurde als Unterhaltungsspiel vermarktet. Es sollte als großer Unterhaltungsspaß auf Parties dienen. Dass eine Kontaktaufnahme mit dem Jenseits absolut kein Partyspaß und Zeitvertreib beim Kaffeeklatsch ist, wurde von der Firma Parker trotz eindringlicher Kritik abgewehrt.
Sie besteht auch heute noch darauf, dass das Brett ein Unterhaltungsspiel ist. Eine erschreckende Haltung, die in dieser Form definitiv nicht nachzuvollziehen ist. Auch hierzulande kann man immer wieder feststellen, dass das Quijabrett als Partygag unter Jugendlichen eingesetzt wird. Ein Zeitvertreib, der ohne das richtige Wissen und die richtige innerliche Einstellung, ggf. zu psychischen Störungen und Psychosen führen kann.

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