Falls Sie sich dazu entschließen, dass das Ouijabrett die Methode ist, mit der Sie Kontakt mit dem Jenseits aufnehmen wollen, sollten Sie zunächst in sich gehen und Sich bewusst machen, dass eine Séance kein Spiel oder Zeitvertreib ist. Es ist eine ernstzunehmende Angelegenheit, die eine innere Bereitschaft erfordert und Respekt.

Wenn Sie wirklich bereit dazu sind, ist es erforderlich, ein Ouijabrett zu erwerben. Dieses kann einfach über das Internet bezogen werden. Eine einfache Variante ohne Verzierungen und anderen Schnickschnack ist dabei absolut ausreichend. Alternativ können Sie das Ouijabrett auch selber bauen.

Die erste Sitzung mit dem Ouijabrett

Zunächst ist es ratsam, weitere Personen einzuladen, die auch an der Sèance teilnehmen. Es sollte sichergestellt werden, dass auch diese Personen die Sitzung nicht als Abendunterhaltung ansehen, sondern ernsthaft an dem Vorhaben teilhaben möchten. Am besten ist bei Séancen eine Teilnehmerzahl von insgesamt zwei bis fünf Personen. Gerade im Anfangsstadium erzielen Sitzungen mit mehreren Personen bessere Erfolge. Eine Frustration wird somit vermieden. Wenn Sie erst einmal geübter sind, werden Sie auch Séancen alleine abhalten können.
Vor Beginn der Kontaktaufnahme ist es angebracht, sich Fragen zu notieren, die man stellen möchte. Absurde und sinnlose Fragen wie z.B. nach den Lottozahlen sind unbedingt zu vermeiden. Auch Fragen nach dem eigenen Todeszeitpunkt sowie Testfragen jeglicher Art sind nicht angebracht und sollten auf jeden Fall unterlassen werden. Unsinnige Fragen sind respektlos gegenüber den Verstorbenen und können die Wesenheiten aus dem Jenseits verärgern.

Die Séance

Séancen finden in der Regel in den Abendstunden statt. Die Zeit nach 20.00 Uhr ist ideal. Sitzungen sollten 1.5 Stunden nicht überschreiten.
Legen Sie das Ouijabrett auf einen Tisch. Daneben platzieren Sie einen Block, der nicht nur die zu stellenden Fragen enthält, sondern auch für Notizen verwendet werden kann.
Anschließend sollte einer der Anwesenden dazu ausgewählt werden, die Sitzung zu leiten und die Fragen zu stellen. Es muss außerdem eine weitere Person ausgewählt werden, deren einzige Aufgabe es sein wird, sich um die Notizen zu kümmern. Diese Person nimmt nicht aktiv am Brett teil.

Es ist sinnvoll, den Raum zu verdunkeln und für eine reine Kerzenbeleuchtung zu sorgen. Allerdings ist anzumerken, dass eine Séance grundsätzlich auch bei Tageslicht abgehalten werden kann. Die Verdunkelung des Raums dient im Wesentlichen dazu, die Anwesenden in eine spirituelle Stimmung zu versetzen. Auch auf Zubehör, skurrile Rituale und Gebete kann verzichtet werden. Sie haben letztendlich nichts mit der Kontaktaufnahme zu tun, sondern sind einzig und allein dazu da eine passende Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Teilnehmer mental auf das Geschehen konzentrieren können.

Nun positionieren alle Teilnehmer mindestens einen Finger auf der Planchette. Auf diese Weise werden die Energien jedes Einzelnen auf die Planchette übertragen. Die Planchette sollte sich dennoch noch komplett frei bewegen können. Die Fingerspitzen folgen hierbei der Planchette und nicht umgekehrt.
Es ist nun an der Zeit, die erste Frage zu stellen. Der Sitzungsführer kann dazu eine Einstiegsfrage stellen wie z.B.: „Ist jemand anwesend, der mit uns arbeiten möchte?“
An diesem Punkt ist Geduld erforderlich. In der Regel wird es nicht länger als 15 Minuten dauern, bis die Planchette auf „Ja“ wandert. Die Einleitungsfrage muss dabei in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Ist innerhalb von 45 Minuten nichts passiert, ist es angebracht, die Sitzung zu beenden und auf einen anderen Tag zu verschieben.

Meldet sich jedoch eine Wesenheit aus dem Jenseits, kann mit den Fragen fortgefahren werden. Gut geeignet sind dazu Fragen wie „Bist Du mit jemandem in diesem Raum verwandt?“ oder „Wie ist Dein Name?“
Besonders bei den ersten Séancen ist es einfacher, mit „Ja“ und „Nein“ Fragen zu arbeiten. Im Laufe der Zeit wird auch die Kommunikation über Buchstaben einfacher werden. Man sollte sich gerade in den ersten Sitzungen nicht wundern, wenn Antworten nicht sehr sinnvoll ausfallen. In den meisten Fällen jedoch erhalten die Teilnehmer vernünftige Antworten auf ihre Fragen. Doch auch vermeintlicher Wortsalat kann durchaus einen Sinn ergeben. Denn es ist möglich, dass sich auch Wesenheiten aus einem anderen Land zu Wort melden. Antworten müssen daher nicht immer in Deutsch geschrieben sein. Auch in Bezug auf die Rechtschreibung kann es Abweichungen geben. So hat man in früheren Zeiten oft am Ende eines Worte ein „th“ verwendet, wie z.B. bei dem Wort „Heirath“. Natürlich darf man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Doch darf tatsächlich niemals übersehen werden, dass es sich bei der Aussage auch um eine andere Sprache handeln kann. Wie bei jeder Form der Kommunikation mit dem Jenseits, ist auch bei der Arbeit mit dem Quijabrett Ausdauer und Geduld erforderlich.
Es kann durchaus vorkommen, dass Sie oder ein anderer der Anwesenden bei einem bestimmten Kontakt kein gutes Bauchgefühlt hat. In diesem Fall ist es dringend angeraten, die Sitzung bestimmt aber höflich umgehend zu beenden.
Am Ende einer Séance ist es angebracht, sich für die erfolgreiche Kommunikation zu bedanken und sich von der geistigen Wesenheit zu verabschieden.

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